EU in der Bildung

Eine exzellente allgemeine oder berufliche Ausbildung ist zum einen der beste Start in eine erfolgreiche Karriere, zum anderen auch die Grundlage für eine starke Wissenschaft und solide Wirtschaft. Daher unterstützt die Europäische Union den Bildungsweg ihrer Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichsten Austauschprogrammen, die es den TeilnehmerInnen ermöglichen, wertvolle Erfahrungen bei  Ausbildung, Studium oder Praktikum im Ausland zu sammeln. Daneben leisten unterschiedliche kleinere Programme einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Bildungssituation in der EU.

 

Austauschprogramme

Erasmus+

Die Programme Leonardo da Vinci, Erasmus, Grundtvig und Comenius werden ab 2014 unter dem Programm Erasmus+ zusammengeführt. Erasmus+ bietet:

  • Maßnahmen zur Berufsbildung, Praktika für SchülerInnen & Auszubildende, Kooperation von Bildungsstätten und Unternehmen
  • Internationale Kooperationen zwischen Hochschulen, Austauschprogramm für Studierende (Auslandssemester, Berufspraktika)
  • Schaffung von Netzwerken und Mobilität für Erwachsenenbildung, europaweite Partnerschaften
  • Kooperation von Schulen in ganz Europa, Schüler- und Lehreraustausche, Vermittlung von Schulpartnerschaften via Internet

Marie Curie

Weiterbildungen im Beruf und Verbesserung der Mobilität von Forscherinnen und Forschern

Von 2014 bis 2020 stellt die Europäische Union für diese Programme einen Etat 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung, wovon auch nicht-europäische TeilnehmerInnen, die zu einigen Programmen zugelassen sind, profitierten.

 

Europass

Mit dem Projekt “Europass” wird es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, ihre Qualifikationen und Eigenschaften europaweit bei einer Bewerbung in einheitlicher Form zu präsentieren. Diese einheitliche Struktur vereinfacht es den BewerberInnen, zu erkennen, welche Informationen wirklich relevant sind. Auch Arbeitgeber haben einen Vorteil, da sie mehrere Bewerbungen einfacher miteinander vergleichen können. Auf der Europass-Website können Sie direkt Ihren Lebenslauf oder Sprachenpass erstellen und auf Ihrem Computer speichern.

 

Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR)

Mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen wurde 2008 ein System verabschiedet, dass den Vergleich von Qualifikationen länderübergreifend vereinfachen soll. Das Leistungsvermögen wird mit 8 Niveaus (1=Grundniveau, 8=fortgeschrittenes Niveau) eingeordnet und ist damit in allen EU-Staaten vergleichbar. Der Qualifikationsrahmen gilt für alle denkbaren Arten der Bildung (allgemein, beruflich, schulisch,…) und entfernt sich damit vom bisherigen Ansatz, die Leistung abhängig von der besuchten Einrichtung zu bewerten. Details und den genauen Rechtstext zum EQR gibt es hier.

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