2018_10_30 Erste Zukunftswerkstatt

„Europas Zukunft liegt in deinen Händen“ – Erste Zukunftswerkstatt für Jugendliche zur Europawahl 2019 durchgeführt (30.10.2018)

Der Countdown läuft: Am 26. Mai 2019 können wir Bürger*innen entscheiden, wer demnächst im Europäischen Parlament sitzen darf! Aber was macht das Europäische Parlament eigentlich? Und wie funktioniert diese Wahl? Diese Fragen soll unsere Zukunftswerkstatt für Jugendliche klären, für die am 30.10.2018 der Startschuss fiel: Bei diesem eigens vom Europe Direct Dortmund entwickelten Workshop-Format sollen Fragen geklärt werden, die sich Erstwähler*innen vor der Wahl stellen und eigene Ideen für die Zukunft Europas entwickelt werden. Bis zur Europawahl im Mai 2019 wird das Europe Direct Dortmund die Zukunftswerkstatt noch mehrere Male in Kooperation mit den JEF NRW e.V. und der Stadt Dortmund durchführen.

Die Premiere der Zukunftswerkstatt durfte am 30.10.2018 eine 11. Klasse der Höheren Handelsschule am Konrad-Klepping-Berufskolleg in Dortmund erleben, die auch am e-Twinning-Programm im Rahmen des Erasmus+-Programms der EU teilnimmt. Drei Teamer*innen der JEF begleiteten die Schüler*innen durch den Vormittag und standen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Um eine entspannte Arbeitsatmosphäre entstehen zu lassen, sprachen die Teamer*innen mit den teilnehmenden Schüler*innen zunächst über bisherige Erfahrungen mit der EU: Haben manche der Schüler*innen bereits im Ausland gelebt oder wurden sie schon einmal an einer Grenze kontrolliert? Schließlich wollten sie auch wissen, ob die Klasse vorhabe, bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis war ernüchternd: Einige Schüler*innen gaben zu, eigentlich nicht wählen gehen zu wollen. „Ich weiß eigentlich gar nicht, was das Europäische Parlament macht und ich glaube nicht, dass meine Stimme tatsächlich etwas ausmacht.“, berichtete ein Schüler.

Genau hier setzt die vom EDIC Dortmund angebotene Zukunftswerkstatt an: Die Teilnehmer*innen erhalten Informationen über die EU und durch Diskussionen miteinander werden politische Handlungsoptionen und die Bedeutung der eigenen Stimme für den Ausgang der Europawahl aufgezeigt.

Damit alle Teilnehmer*innen über einen ähnlichen Wissensstand über die EU verfügen, informierten sich die Schüler*innen während der „Institutionenkunde“ zunächst eigenständig sowie gegenseitig über die Funktionsweise der EU. Ein besonderer Fokus lag hier auf dem Europäischen Parlament und dessen Aufgaben.

Anschließend folgte der Einstieg in die Diskussion und in die Entwicklung gemeinsamer Ideen für die Zukunft Europas. In aneinander anschließenden Phasen hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Kritik am aktuellen Zustand der EU zu äußern und Optionen zu entwickeln, wie dieser Zustand verbessert werden könnte. Zudem konnten auch eigene Wünsche an die EU geäußert werden. Die Schüler*innen des Konrad-Klepping-Berufskollegs hatten ein besonderes Interesse darüber zu diskutieren, welche Handlungsoptionen sie haben, um sich eigenständig über EU-Politik informieren und Einfluss auf diese nehmen zu können. Hier das Ergebnis:

2018_10_30 Erste Zukunftswerkstatt

In einer abschließenden Feedbackrunde zeigte sich dann auch schon ein erster Wandel hinsichtlich der eigenen Wahlbeteiligung: Deutlich mehr Schüler*innen der Gruppe wollen im Mai 2019 an der Europawahl ihre Stimme abgeben. Zudem sagte ein Schüler: „Was wir heute hier gemacht haben, sollte man öfter machen.“ Und ein anderer fügte hinzu: „Seit sieben Jahren haben wir Politikunterricht an der Schule, aber noch nie haben wir über die EU gesprochen.“

Interessieren auch Sie sich für unsere Zukunftswerkstatt? Workshops können noch bis zu den Wahlen am 26. Mai 2019 durchgeführt werden. Hier erhalten Sie alle weiteren Informationen zur Buchung.

Text: Rebecca Melzer, Auslandsgesellschaft.de e.V.
Foto: © Lena Borgstedt, Auslandsgesellschaft.de e.V.