EU-geförderte Projekte in Dortmund

Welche Projekte wurden und werden hier bei uns in Dortmund von der EU gefördert? Hier stellen wir sie Ihnen vor!

Dortmunder U
Das Dortmunder U hat als Teil von Creative Europe das Projekt smARTplaces initiiert und leitet dieses. Voneinander lernen und miteinander Neues entwickeln – unter diesem Motto setzt das Dortmunder U verstärkt auf den Austausch innerhalb einer starken europäischen Kulturgemeinschaft. Ein gutes Beispiel dafür ist das europäische Kooperationsprojekt smARTplaces, in dem sich neun Institutionen aus sieben Ländern zusammengefunden haben, um gemeinsam mithilfe digitaler Möglichkeiten neue Maßstäbe im Audience Development („Publikumsentwicklung“) setzen zu können. Durch das Projekt sollen u.a. Inhalte und Serviceangebote der Kunstvermittlung digitalisiert sowie eine nahtlose Erweiterung der Besuchererlebnisse in den digitalen Raum gefördert werden. Daran beteiligt sind auch Kultureinrichtungen und Universitäten aus Frankreich, Belgien, Spanien, England, Finnland, Liechtenstein und den Niederlanden.

Konzept Ruhr
Dortmund hat an der Entwicklung des „Konzept Ruhr/Wandel als Chance – Perspektive 2020“ mitgewirkt. Die Realisierung der darüber laufenden Projekte kann über die jährlichen Statusberichte verfolgt werden. Daran beteiligte Städte und Kreise orientieren sich dabei an den Prioritäten der Strategie EUROPA 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum. Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation, zur Anhebung des Bildungsniveaus sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung sollen mit der Entwicklung der Städte verknüpft werden.

nordwärts
nordwärts ist ein „Zehn-Jahres-Projekt“, das die Stärken der nördlichen Stadtbezirke Dortmunds in den Fokus der Öffentlichkeit rückt und deren schöne Seiten zum Vorschein bringt 2017 wurde es mit dem European Public Sector Award (EPSA) ausgezeichnet, welcher vom Europäischen Institut für Öffentliche Verwaltung (EIPA) für innovatives Verwaltungshandeln verliehen wird. Das Hauptziel ist dabei die Harmonisierung der Lebensqualität in der Gesamtstadt durch ein breit angelegtes Dialog- und Beteiligungsverfahren. Momentan erstrecken sich über 200 Projekte, z.B. Nordforen, Wanderungen und Bürgercafés, über Eving, Huckarde, Innenstadt-Nord, Teile der Innenstadt-West, Lütgendortmund, Mengede und Scharnhorst. Bis 2025 sollen alle Projekte fertiggestellt und in einer Abschlusspräsentation vorgestellt werden. Das gesamte Projekt ist in zehn zentrale Themenfelder eingefasst:

  1. Stadtentwicklung
  2. Arbeit
  3. Infrastruktur
  4. Bildung
  5. Soziale Innovationen
  6. Wohnen
  7. Aktionsplan Soziale Stadt
  8. Integration und Teilhabe
  9. Identität und bürgerschaftliches Engagement
  10. Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit

PHOENIX See Dortmund
Gefördert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist der PHOENIX See in Dortmund ein Standort für Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Innerstädtisch gelegen und eingebunden in den Emscher Landschaftspark entstehen rund um den See seit 2012 ansprechende Wohnanlagen sowie ein innovatives Büro- und Dienstleistungszentrum. Die maritime Atmosphäre, ein Spielplatz und zahlreiche gastronomische Angebote laden nicht nur an Sommertagen zum Verweilen ein. Die Gesamtgröße der Standortfläche beläuft sich auf 99ha, unterteilt in 24ha Seefläche, 26ha Wohnbauflächen, 11ha Gewerbeflächen und 38ha Erschließungs- und Grünflächen. In Dortmund Hörde kreiert das städtebauliche Highlight inmitten eines urbanen Zentrums einen grünen Erholungsort, welcher durch die Hörder Burg Dortmunder Geschichte mit moderner Urbanität vereint.

PHOENIX West Dortmund
Ebenso wie der PHOENIX See wird auch das Projekt PHOENIX West mit EFRE-Mitteln gefördert. Aus dem einstigen Industriegelände wurde ein zukunftsweisender Technologiestandort mit einer denkmalgeschützten Hochofenanlage inklusive Aussichtsplattform und Erlebnispfad. In den historischen Industriehallen auf dem Gelände wird Freizeit- mit Kulturwirtschaft verbunden, die intensive Durchgrünung unterstreicht den unverwechselbaren Charakter des Standortes. Die Gesamtgröße beträgt 115ha, davon werden 38ha für Vermarktungsflächen und 61ha für Grünflächen einschließlich PHOENIX Park genutzt. Die Schwerpunkte von PHOENIX West liegen insbesondere auf der Mikro- und Nanotechnologie, Produktions- und Fertigungstechnologien sowie der Softwareentwicklung. Als einer der ersten Bausteine der Ansiedlung von Unternehmen gilt das Kompetenzzentrum für Mikro- und Nanotechnologie, MST.factory. Es entstand in den Jahren 2005 und 2007 in zwei Bauabschnitten, um auf rund 10.000qm hochambitionierten Jungunternehmen die Möglichkeit zu bieten, innovative Produkte der Mikro- und Nanotechnologie zu entwickeln. Dazu werden auf repräsentativen Büroflächen bedarfsgerechte Labore mit wahlweise physikalischer oder chemischer Ausstattung sowie die dazugehörige technische Infrastruktur bereitgestellt.

SmARTplaces
Durch das EU-Projekt smARTplaces sollen Kultureinrichtungen zu intelligent ausgestatteten Kunst-Erlebnisorten werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Museumsbesucher*innen, ihre Bedürfnisse und Interessen. Von 2016 bis 2020 unterstützt die EU-Kulturförderung das Projekt mit zwei Millionen Euro. Hauptziel des Projekts ist in erster Linie das Erreichen neuer Zielgruppen über innovative digitale Angebote. Dazu nehmen Kunst- und Kultureinrichtungen in ganz Europa die durch den digitalen Wandel veränderten Ansprüche ihrer Zielgruppe bewusst auf.

Smart Service Power
Im Oktober 2017 hat die EU-Kommission die innovativsten EU-geförderten Projekte mit den RegioStars-Awards ausgezeichnet. Darunter befindet sich auch das Dortmunder Projekt Smart Service Power. Es nutzt eine Reihe von IT-Technologien, um älteren Menschen dabei zu helfen, länger eigenverantwortlich zu Hause zu wohnen. Dabei versucht es, Funktionen aus den Bereichen e-Gesundheit, intelligente Haustechnik, umgebungsunterstütztes Wohnen, Notrufsysteme und Hausmeisterdienste zu integrieren. Das Projekt wurde mit 1,4 Mio. Euro aus dem gefördert. Projektpartner sind u.a. die Fachhochschule Dortmund, die DOGEWO21 und die Pflegedienst Hübenthal GmbH.

Themenroute FußballKultour
Fußball gilt als wichtiger Teil der Dortmunder Kultur, die Dortmunder*innen sind stolz auf ihren BVB und die legendäre gelbe Wand. Dass die Stadt demnach einen festen Platz in dem EFRE-geförderten Projekt „Themenroute FußballKultour“ einnimmt, ist kaum verwunderlich. Seit 2010 führt die Route Besucher*innen an zentralen und für die Fußballgeschichte relevanten Punkten des Landes vorbei. Als Sieger des Wettbewerbs „Erlebnis.NRW“ erhielt das Projekt eine Fördersumme in Höhe von 1,72 Millionen Euro. Ein Punkt, an dem die rund 650 Kilometer lange Route vorbeiführt, ist der Borsigplatz in Dortmund. Der denkmalgeschützte Platz in der Dortmunder Nordstadt gilt als offizielle Heimat des BVB und steht somit für ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte. Nirgendwo sonst wird bei Siegen des Vereins so wild und laut gefeiert wie hier – ein Grund, weshalb der Platz längst über die Stadtmauern Dortmunds hinaus bekannt ist.

Text: Isabel Bezzaoui, Auslandsgesellschaft.de e.V.