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Europa und die Türkei – eine strategische Partnerschaft im Umbruch

12. März 2021 von 18:00 bis 19:30

Die Europäische Union steht mit ihrer Außen- und Sicherheitspolitik vor großen strategischen Herausforderungen. Insbesondere die Beziehungen zu den direkten Nachbarstaaten wie die Türkei nehmen für die zukünftige geopolitische Rolle Europas in der Welt eine herausragende Stellung ein. Die besondere geographische Lage als Brücke zwischen den Kontinenten und die türkische Oberhoheit über den Bosporus und die Meerengen der Dardanellen ist seit Jahrhunderten ein fester Baustein westlicher Sicherheitsarchitektur. Jedoch ist das kollektive Gedächtnis der türkischen Gesellschaft bis heute stark von historischen Demütigungen und Traumata durch die europäischen Großmächte des 19. Jahrhunderts geprägt, so dass im Zuge schleppender EU-Beitrittsverhandlungen und Interessenkonflikte ein Vertrauensverlust die europäisch-türkischen Beziehungen überschattete, der eine Abkehr vom verbündeten Westen hin zu Russland und China einleitete. Die jüngsten politischen Entwicklungen zeigen jedoch, dass die Türkei und Europa einander in der Weltpolitik bedürfen.

Referent: Rasim Marz ist Historiker und Publizist für die Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei. Seine Beiträge wurden in internationalen Zeitungen und deutschen Nachrichtensendern veröffentlicht, auch zahlreiche Gastvorträge an renommierten internationalen Universitäten gehören zu seinem beruflichen Repertoire.

Die Veranstaltung findet als Online-Videokonferenz über Cisco Webex statt. Einwahllink: https://auslandsgesellschaft.my.webex.com/auslandsgesellschaft.my/j.php?MTID=m0aa4ac16bf3bc051fc154831115b70fc

Details

Datum:
12. März 2021
Zeit:
18:00 bis 19:30
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