75 Jahre Genfer Geflüchtetenkonvention in Populistischen Zeiten
Am 02. September 2026 durften wir gemeinsam mit der Auslandsgesellschaft Dortmund, dem Multikulturellem Forum e.V., Eine Welt NRW und FUgE Hamm zahlreiche Referenten zu unserem hybriden Podiumsgespräch zum 75. Jahrestag der Genfer Geflüchtetenkonvention begrüßen.
Der Hauptfokus der Veranstaltung lag dabei auf der Geschichte der Konvention und darauf, wie die Politik heute mit ihr umgeht. Moderiert wurde sie von Hannah Fischer vom Welthaus Dortmund und von Vera Dwors von Eine Welt Netz NRW.
Im Verlauf der Veranstaltung wurde uns zu Beginn von Erik Marquardt (MdEP) der geschichtliche Hintergrund der Konvention erläutert und wie rechtspopulistische Kräfte heute auf die Asyldebatte im Europäischen Parlament Einfluss nehmen. Danach hat uns Agnes Yavari (Asylverfahrensberaterin beim Multikulturellem Forum e.V.) Eindrücke aus ihrer Berufspraxis gegeben und den Umgang der deutschen Regierung mit Integration reflektiert. Momentan ist die Zahl der Asylbewerber 1:1000 Einwohner. Das Bundesministerium (BM) unter der aktuellen politischen Führung plant, die finanzielle Förderung für die behördenunabhängige Asylberatung (AVB) ab 2027 völlig zu streichen. Begründet wird der Förderstopp mit dem Druck zur Haushaltskonsolidierung , notwendige Einsparpotenziale und einer strikten Priorisierung der Staatsausgaben.
Zum Schluss konnten wir noch Oumar Diallo (Afrikanischer Kulturverein Hamm) dabei zuhören, wie er uns von seinen Erfahrungen als im Jahr 2016 aus Conakry/Guinea nach Deutschland gekommender Flüchtling berichtete.
Nach dem Podiumsgespräch konnten die Anwesenden auch noch Fragen und Eindrücke mit den Referenten diskutieren.
Wir bedanken uns bei den Referenten für das informative Gespräch, sowie bei unseren Kooperationspartnern für die Zusammenarbeit.
Die Kooperationspartner planen eine Folgeveranstaltung zum Thema im 4. Quartal 2026.