#LassReden (15.04.2026)
Die Kampagne #LassReden: Europa im direkten Dialog
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „#LassReden“ der Europäischen Kommission haben wir uns als Europe Direct Dortmund mit einer Aktion an der Technischen Universität Dortmund beteiligt. Ziel der Kampagne ist es, insbesondere jungen Menschen eine direkte Möglichkeit zu bieten, ihre Meinungen, Erwartungen und Kritik zur Europäischen Union offen zu äußern. Dafür wurde ein Rednerpult auf dem Campus aufgebaut, an dem Studierende kurze Statements und persönliche Botschaften aufnehmen konnten.
Die Kampagne verfolgt dabei bewusst einen dialogorientierten Ansatz: Junge Menschen sollen nicht (wie sonst häufig) nur Informationen über die EU erhalten, sondern aktiv ihre Perspektiven einbringen. Die aufgenommenen Videos werden gesammelt und ausgewertet. Zudem ist vorgesehen, dass politische Verantwortungsträger:innen sowie Vertreter:innen europäischer Institutionen in Kürze auf ausgewählte Beiträge reagieren und so ein direkter Austausch zwischen Bürger:innen und der Politik entstehen kann.
Gespräche, Perspektiven und Kritik aus dem Studienalltag
Während der Aktion ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Studierenden unterschiedlichster Fachrichtungen. Besonders interessant war dabei, dass sich nicht nur politisch oder gesellschaftlich orientierte Studierende beteiligten, sondern auch junge Menschen aus technischen, naturwissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Studiengängen das Gespräch suchten. Viele nutzten die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen und Erwartungen an europäische Politik anzusprechen.
Thematisch standen unter anderem Fragen zur Klimapolitik, zur Digitalisierung, zur europäischen Außenpolitik sowie zu Studien- und Arbeitsmöglichkeiten innerhalb der EU im Mittelpunkt. Gleichzeitig äußerten die Studierenden dabei konkrete Kritikpunkte. Beispielsweise wurde angesprochen, dass europäische Entscheidungen häufig als zu weit entfernt vom Alltag wahrgenommen werden. Andere kritisierten komplizierte bürokratische Prozesse oder äußerten Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten und fehlende Transparenz politischer Entscheidungen.
Gerade diese Vielfalt der Stimmen zeigte deutlich, dass europäische Politik viele Lebensbereiche berührt. Auch bei Personen, die sich im Alltag nicht intensiv mit der EU beschäftigen.
Die Veranstaltung an der TU Dortmund machte sichtbar, wie wichtig niedrigschwellige Gesprächsangebote für den europäischen Dialog sind. Das offene Format des Redepults ermöglichte spontane Begegnungen und ehrliche Meinungsäußerungen in einer vertrauten Umgebung direkt auf dem Campus.


