Ungarn nach Orbán: Chancen, Risiken und Perspektiven (27.04.26)

Ungarn nach Orbán: Chancen, Risiken und Perspektiven (27.04.26)

Die Veranstaltung „Ungarn nach Orbán: Chancen, Risiken und Perspektiven“ am 27.04.2026 stieß auf großes Interesse. Ein besonderer Dank gilt Daniel Freund für seine fachlich fundierten Einblicke und die offene Diskussion. Als Mitglied des Europäischen Parlaments und ausgewiesener Kenner der ungarischen Politik sowie der europäischen Rechtsstaatlichkeitsdebatten stand er den  Abend über Rede und Antwort. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Kooperationspartnern: den Europe Direct Zentren aus Aachen, Bocholt, Kreis Gütersloh, Steinfurt und Duisburg Niederrhein sowie der AWO Dortmund, der VHS Dortmund und natürlich der Auslandsgesellschaft für die gemeinsame Organisation und Unterstützung. Nicht zuletzt gilt der Dank allen Teilnehmenden, die sich mit großem Interesse und zahlreichen Beiträgen aktiv in die Diskussion eingebracht haben.

Entwicklungen in Ungarn nach der Ära Orbán

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die aktuelle politische Lage in Ungarn und die Frage, wie sich das Land nach der langjährigen politischen Dominanz von Viktor Orbán entwickeln könnte. Diskutiert wurde insbesondere die Rolle von Péter Magyar und die Frage, ob sich ein politischer Wandel abzeichnet. Dabei ging es sowohl um mögliche demokratische Veränderungen als auch um die Herausforderungen und Risiken eines möglichen Machtwechsels. Daniel Freund ordnete die aktuellen Entwicklungen ein und beleuchtete dabei sowohl die innenpolitische Situation als auch die Auswirkungen auf die Europäische Union.

Offene Diskussion und vielfältige Fragen aus dem Publikum

Nach einem kurzen inhaltlichen Einstieg von Daniel Freund entwickelte sich schnell eine intensive Fragerunde mit dem bunt gemischten Publikum. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt einzubringen und mit dem Experten zu diskutieren. Thematisiert wurden unter anderem die Beziehungen zwischen der EU und Ungarn, die ungarische Migrationspolitik sowie die eingefrorenen EU-Hilfen. Auch die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit Ungarns von Russland und insbesondere von Wladimir Putin spielte eine zentrale Rolle. Darüber hinaus wurde über energiepolitische Fragen, die Perspektiven einer stärkeren Rückkehr Ungarns in die europäische Gemeinschaft sowie die Möglichkeit diskutiert, das bestehende „System Orbán“ kurzfristig zu verändern. Die offene Diskussion zeigte das große Interesse der Teilnehmenden an den politischen Entwicklungen in Ungarn und deren Bedeutung für Europa.