Drei Fragen an unsere neue Praktikantin Lea

Drei Fragen an unsere neue Praktikantin Lea

Lea Mindermann ist Anfang des Jahres im Europe Direct Dortmund als Praktikantin gestartet. Bis Ende März wird sie uns bei Veranstaltungen, Bildungsarbeit, Bürgeranfragen, Öffentlichkeitsarbeit und vielem mehr unterstützen.

Lea, was bedeutet Europa für Dich?

Europa ist vieles für mich, nicht zuletzt meine Heimat. Aber am meisten verbinde ich wohl die Reisefreiheit und Frieden mit Europa. Vor allem jetzt, wo man fast nur zu Hause ist, fällt mir nochmal stärker auf, wie normal es war, einfach mal eben rüber nach Holland oder Belgien zu fahren. Diese Freiheit ist auf jeden Fall zu schützen und mir ist auch wichtig, dass vermittelt wird, dass diese Freiheit keinesfalls selbstverständlich, sondern etwas Besonderes ist. Der wichtigere Punkt ist aber der Frieden und die Friedenssicherung. Wir sind alle frei und obwohl in der EU und in einigen Mitgliedsstaaten auch noch einiges ausbaufähig ist, ist die Grundidee des Projekts nach wie vor einzigartig und schützenswert.

Seit wann interessierst Du Dich für Politik?

Ich bin mit Politik aufgewachsen und hab schon als Kind Wahlplakate der Grünen auf unserer Auffahrt gekleistert. Dieses Interesse hat sich auch durch meine Schulzeit gezogen: Ich habe an Model United Nations in Oldenburg teilgenommen, einem Planspiel der Vereinten Nationen, und den SoWi-LK gewählt. Das Ganze wollte ich nach dem Abi vertiefen und so habe ich mich dann fürs SoWi-Studium entschieden. Ich bin aktuell im letzten Semester und schreibe meine Bachelorarbeit. Politik war und ist ein Bestandteil meines Lebens und durch das Praktikum im EDIC Dortmund erhoffe ich mir, dazu beitragen zu könne, EU-Politik und EU-Entscheidungen für alle verständlich(er) aufzubereiten und Kindern und Jugendlichen die EU nahe zu bringen.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft der EU?

Mir ist wichtig, dass die Grundidee der EU weiter als etwas Besonderes und Einzigartiges angesehen wird. Das soll meiner Meinung nach schon allen in den Kinderschuhen beigebracht und vermittelt werden. Wenn die Freiheit und der Frieden irgendwann als selbstverständlich angesehen werden, denke ich, dass das gefährlich für die EU werden kann. Ich hoffe, dass niemand mehr aus der EU austritt, die rechtspopulistischen Parteien nicht noch mehr Aufwind bekommen und die EU sich noch stärker für Menschenrechte einsetzt.