Europa spielerisch und inhaltsreich unter junge Leute zu bringen war auch November wieder unser Ziel: Wir haben ein abwechslungsreiches Programm für Schulklassen und Studierende durchgeführt mit Workshops, Planspielen und einer neuen Europa-Rallye durch die Stadt mit der TU Dortmund. Dabei standen Mitbestimmung, EU-Politik und Europa im Mittelpunkt. Wir freuen uns, dass wir das Jahr mit einer großen Bandbreite unserer Planspiele abschließen konnten.
Was hat sich in Spanien seit der Einführung der Demokratie vor 50 Jahren getan? Mit welchen Herausforderungen ist das Land auf der iberischen Halbinsel konfrontiert? Und wie steht es zur EU? Diese und weitere Fragen waren Bestandteil der Diskussion im Rahmen unserer Online-Veranstaltung „50 Jahre nach Francos Tod: Wo steht Spanien heute in Europa?“. Nach der Eröffnung durch Moderator Jochen Leyhe und einer Vorstellung der beiden Experten Siebo Janssen (Politikwissenschaftler) und Dr. Ludger Gruber (Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Madrid), machte dieser mit einer Präsentation über die vergangene und aktuelle politisch-gesellschaftliche Situation Spaniens den Einstieg.
Ein Jahr nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten zogen wir gemeinsam mit dem AmerikaHaus NRW e.V. und dem Team Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund Bilanz. Zu Gast waren die ehemaligen US-Kongressabgeordneten Fred Upton (REP) und Mike Capuano (DEM), die gemeinsam über den Zustand und die Zukunft der transatlantischen Beziehungen sprachen. Kurz nach den Wahlen in New York und weiteren US-Bundesstaaten drehte sich vieles um die politische Stimmung in den Vereinigten Staaten und ihre Auswirkungen auf Europa.
Bei unserem Europaquiz treten einmal im Jahr Schulklassen und Jugendgruppen aus Dortmund und Umgebung gegeneinander an. Ziel ist es, spielerisch Wissen über Europa zu vermitteln und Begeisterung für die europäische Idee zu wecken. Der Preis: ein Reise nach Brüssel. Vom 28. bis 30. Oktober 2025 reiste die Siegergruppe des Karl-Schiller-Berufskollegs in die belgische Hauptstadt, um Europa aus nächster Nähe kennenzulernen. Im Mittelpunkt des dreitägigen Europaseminares stand die Frage, wie Politik, Medien und Institutionen der EU zusammenwirken und welche Bedeutung europäische Entscheidungen für das tägliche Leben haben.
Auch kurz vor den Herbstferien fanden bei uns im Europe Direct Zentrum noch einige Veranstaltungen statt. Unsere Planspiele “Fakt oder Fake” über die zunehmend ausufernde Problematik von Desinformation sowie “Recycle, Reduce, Reuse” über Umweltbelange erfreuten sich in den ersten Oktoberwochen einer regen Teilnahme. Am 02. Oktober besuchte uns eine Lünener Realschulklasse zum Planspiel “Fakt oder Fake”, einige Tage nach unserem ersten Workshop kam am 07. Oktober eine Berufsschulklasse aus Dortmund zu uns.
Am 8. Oktober 2025 war unser Team von Europe Direct Dortmund zur Veranstaltung „Fakt oder Falle? Schutz gegen Desinformationen“ ins Dortmunder Rathaus eingeladen. Ziel des Events war es, über die Herausforderungen und Schutzmechanismen im Umgang mit Desinformationen aufzuklären. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Falschinformationen erkennen lassen und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um ihre Verbreitung zu verhindern.
Am 24.09. nahm Redi Asabella 25 Zuschauer*innen mit auf eine virtuelle Reise nach Albanien, auf der es vor allem um Gesellschaft, Kultur und das Leben als junger Mensch in Albanien ging. In einem Quiz mit anschließendem Vortrag konnten die Zuschauenden sich mit der Kultur und Geschichte des Landes vertraut machen und mehr über die Lebensrealität albanischer Menschen erfahren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Henri Schlund.
Das neue Schuljahr begann bei uns mit vier Stadtralleys und zwei SOS Europa-Planspielen. Bei den interaktiven Stadtralleys lernten die Schüler:innen verschiedene Förderprogramme der EU kennen und besuchten einige von der EU geförderte Projekte in Dortmund. Während des Planspiels SOS Europa haben die Schüler:innen in den Rollen von Staats- und Regierungschef:innen der EU-Mitgliedstaaten die Chance, die Entscheidungsfindungsprozesse der EU nachzuempfinden.
Rüdiger von Fritsch, ehemaliger deutscher Botschafter in Moskau, ist ein großer Kenner Putins. Im Rathaus sprach er auf Einladung der Auslandsgesellschaft über seine Erfahrungen mit ihm. Es gehe dem russischen Herrscher um den Zusammenbruch des alten russischen Reiches. Das wolle er wieder herstellen. Putin sei ein Meister der Taktik. Eine Chance des Einlenkens von Putin sei nur aus einer Position der Stärke möglich. Dessen solle sich Europa unbedingt bewusst sein und auf diese eigene Stärke, die Europa mehrmals in Krisen bewiesen habe, bauen. Rüdiger von Fritsch hinterließ in seinem Vortrag die Zuhörerinnen und Zuhörer mit einem optimistischen Blick auf die Zukunft: “Wir sind fähig zum Wandel und haben immer wieder bewiesen, was wir können. Wir haben die Pflicht zum Optimismus.”
Klimaschutz und industrielle Entwicklung werden oftmals noch als Widerspruch gesehen. Damit kohlenstoffarme Industrie und wirtschaftliche Effizienz zusammenfinden, hat die EU den Clean Industrial Deal ins Leben gerufen. Martin Mödder, Mitglied im Team Europe Direct Rednerpool der Europäischen Kommission, stellte am 27. August in einem Vortrag in der VHS Dortmund die Ziele des Clean Industrial Deals vor. Doch wie können diese vor Ort in konkrete Maßnahmen überführt werden? Auch darauf wurden bei der Veranstaltung Antworten gefunden. Bettina Brennenstuhl, Vorständin der Dortmunder Hafen AG, und Jann Mühlhoff, Geschäftsführer der Rhenus Port Logistics Rhein-Ruhr GmbH, berichten von nachhaltigen Industrieprojekten am Dortmunder Hafen und aus der Region.
